Design Sprints auf dem Prüfstand. Was uns Kreativmethoden wirklich bringen.

Design Sprints auf dem Prüfstand. Was uns Kreativmethoden wirklich bringen.

Kreativmethoden sind in aller Munde: Design Thinking und Co. werden als Wunderwaffe gepriesen oder schon wieder als Hype abgetan. Brauchen wir wirklich solche Methodiken und Werkzeuge, um gute Ideen zu entwickeln? Unser Consultant Kai Wegner hat eine klare Meinung dazu.

Ein Expertenbeitrag von Kai, März 2018

Machen wir es kurz: Ja, wir brauchen Kreativmethoden! Denn sie leisten weitaus mehr als die reine Ideenfindung. Sie sind wichtige Werkzeuge, um systematisch über eine konkrete Problemstellung hinaus zu denken und das Unternehmen nachhaltig voranzubringen.

Eine gute Kreativmethode wie der Design Sprint fördert innovatives Denken und Handeln, stärkt den Teamgeist und die Motivation jedes Einzelnen und – last but not least – sorgt sie für eine dynamische und nutzerzentrierte Ausrichtung des Unternehmens und seiner Leistungen.

Doch um dies alles zu erreichen, müssen alle Beteiligten auch wirklich hinter der Methode stehen, ihren Sinn verstanden und ihren Spirit verinnerlicht haben. Ob das auch wirklich so ist, können wir an einigen Parametern festmachen. Sie müssen erfüllt sein, um den nachhaltigen Erfolg dieser Methoden zu garantieren.

Durchmischte Teams

Moderne Unternehmen haben den Wert ihrer Fachkräfte erkannt und verstanden, dass Input, egal von welcher Mitarbeiterin oder welchem Mitarbeiter er kommt, wertvoll für das Gesamtunternehmen ist. Partizipation und Transparenz wird vor allem auch von jungen Fachkräften gefordert.

Also holen wir beim Design Sprint nicht nur die Chefetage an Bord, sondern sprechen konkret auch die ganz Jungen oder ganz Neuen im Unternehmen an. Oft spiegelt deren Erwartungshaltung ein klares Bild vom Unternehmen, das von innen gar nicht mehr so wahrgenommen wird.

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Kreativität ist ansteckend: Workshop gemeinsam mit Kunden.

Eine gute Durchmischung des Teams – sei es aus verschiedenen Abteilungen, verschiedenen Altersstufen und Lebensabschnitten, Sprachen oder Geschlechtern – ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Ideenfindung! Die Magie einer guten Kreativmethode besteht dann darin, im Folgenden dafür zu sorgen, dass jeder Teilnehmer seine Vision gleichberechtigt platzieren kann.

Gemeinsames Zielverständnis

Auch die Unternehmenswerte spielen eine zentrale Rolle beim Design Sprint. Denn sie bilden die Basis für die Zielformulierung. Für die Dauer der Kreativarbeit müssen alle Teammitglieder einem gemeinsamen Ziel folgen.

Je klarer das Ziel formuliert ist, desto klarer wird das Ergebnis des Prozesses sein. Gute Kreativmethoden nehmen sich deshalb viel Zeit, ein gemeinsames Vokabular zu klären und die Problemlage zu analysieren. Das erlaubt dem gesamten Team, eine exakte Vorstellung darüber zu entwickeln, worum es eigentlich geht.

Vielfältige Perspektiven

Nimmt man die Teamfindung und das Fassen eines gemeinsamen Ziels ernst, resultiert das automatisch in einer großen Datenmenge über gesammelte Erfahrungen, Problemlagen und Ideen zur Lösung. Die Stärke guter Kreativmethoden liegt darin, effizient eine große Vielfalt von Daten zu sammeln, zu clustern und zu priorisieren.

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In einem fünftägigen Design Sprint nehmen wir uns für diese Stufe zwei ganze Tage Zeit. Dabei erstellen wir eine Map, die Prozesse und Akteure aufnimmt und zeigt, für welchen Schritt oder welchen Bereich genau wir eine Lösung finden wollen.

Gelebte Agilität

„Agil” ist mittlerweile leider zu einem strapazierten Schlagwort geworden. Das zugrundeliegende Konzept bleibt aber spannend – und wichtig für den nutzerzentrierten Entwicklungsprozess:

Geh ein Stück, schau wo du gelandet bist, richte dich neu aus, wiederhole.

Kleine Schritte führen zu langfristigem Erfolg. Wenn wir kleine Schritte gehen, minimieren wir das Risiko, auf dem falschen Pfad unterwegs zu sein und irgendwann nicht mehr umkehren zu können. Das gilt für die Entwicklung einzelner Lösungen, aber auch für die Ausrichtung des Unternehmens als Ganzes.

Mit Design Sprints können wir genau diese so wichtigen kleinen Schritte gehen. Wir schauen uns sofort an, wohin der letzte Schritt geführt hat, messen konkret nach und entscheiden dann, ob der Weg der richtige ist.

Und wir sind ehrlich und konsequent: Wenn wir dem gesteckten Ziel nicht näher gekommen sind, richten wir uns neu aus und versuchen es noch einmal. Denn nur so können wir unsere großen Ziele erreichen und langfristig erfolgreich sein.

Kurzum: Mit Kreativmethoden wie dem Design Sprint können Unternehmen nicht nur ihre operative Exzellenz, sondern auch ihre strategische Innovationskraft verbessern. Ein klares Pro für die Methodik!

Kai Wegner
Name:
Kai Wegner
Position:
Senior Consultant
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